Achtung: MPS is watching you!

Jetzt ist es raus: 8,6 Milliarden Euro hat Daimler 2012 erwirtschaftet. Doch das reicht dem Vorstand nicht. Wie schreibt Dieter „Nimmersatt“ Zetsche in seinem Mitarbeiter-Brief? Daimler will „profitabel wachsen“ und „besser abschneiden als die anderen!“ Darum das neue „Effizienzprogramm“. Mindestens 2 Milliarden Euro sollen gespart werden. Und zwar jährlich. Die Rendite soll auf 10 % hochschnellen. Alles zu Lasten der Belegschaft. Nachdem der Vorstand in Stuttgart das Kommando gegeben hat, sind seine Truppen losgestürmt. Auch bei uns in Berlin wurden sie schon gesichtet. Sie gehören zum MPS. Das steht für „Mercedes-Benz Produktionssystem“.

Die MPS-Kräfte sollen alles unter die Lupe nehmen, jeden Stein umdrehen. Auf der Website von Daimler ist zu lesen, was mit MPS erreicht werden soll: eine „gezielte Implementierung von Lean-Projekten“. Lean heißt so viel wie schlank. Die Produktion soll also „abnehmen“. Das „Manager-Magazin“ vom 18.10. berichtet, dass Mercedes laut einer internen Projektgruppe 8-10.000 Mitarbeiter zu viel hätte. Im Angestelltenbereich ist jetzt von der „lean administration“ die Rede. Auch das verheißt nichts Gutes … Die MPS-Kräfte sind nur quartalsweise im Einsatz, danach kehren sie nach Stuttgart zurück und sollen dort Bericht erstatten. Über uns; darüber, wo sich noch sparen lässt.

Im Jahr 2012 gingen bundesweit 59 Millionen Arbeitstage verloren, weil Stress Kollegen fertig gemacht hat. Die Arbeitshetze führt zu einer massiven Zunahme psychischer Erkrankungen – mittlerweile der Hauptgrund für die Frührente. Wenn der Daimler-Vorstand mit seiner Politik durchkommt, dann wird es noch mehr Arbeitslose, Kranke und Frührentner geben.
Nein zu Sparprogrammen auf Kosten der Beschäftigten. Sparen wir uns lieber diesen Vorstand

# Diesen und noch weitere Artikel findest du in unserer letzten Ausgabe Nr.40. #

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