Gesundheitsschutz – endlich anpacken!

In den letzten Monaten und Jahren hatten wir ständig Ärger: Zugluft und Klagen über Rückenbeschwerden, ölige oder stickige Luft, Reizung der Atemwege und Müdigkeit bei der Nockenfertigung, Aerosolbildung im Reinigungsprozess bei der Camtronic, mehrere Arbeitsunfälle (wie Handverletzungen) an der Maschine.

Diese Aufl istung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber sie zeigt eines: Probleme mit dem Gesundheitsschutz sind bei uns in Marienfelde ein Dauerbrenner. Auch bei den Baustellen kam es immer wieder zu berechtigtem Un-mut. Ein Beispiel: Gesundheitsgefahr durch Lack- und Verdünnerdämpfe in der Hallenatmosphäre, keine luftdichte Abtrennung der Baustelle vom Produktionsbereich in Bau 25. Wir hoffen, dass der Arbeitgeber daraus lernt. Denn: Die nächste Baustelle kommt bestimmt.

Höchste Zeit also für eine richtige Betriebsvereinbarung zum Gesundheitsschutz. Schutz-Maßnahmen, die schon beschlossen wurden, müssen sofort umgesetzt werden.

Dafür brauchen wir
● Druck aus der Belegschaft
● Eure Stimme bei der BR-Wahl

# Diesen und noch weitere Artikel findest du in unserer letzten Ausgabe Nr.45.

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Offener Brief vom 17.12.13 an den VK-Leiter

Offener Brief

 
Lieber Kollege Patrick Hesse,

im VL-Info, das am 12. Dezember 2013 verteilt wurde, heißt es: „Wir Vertrauensleute bieten hier noch einmal öffentlich an, dass die Kandidaten der CGM, Alternative, Faire Basis und alle Interessierten sich bis zum18.12.2013 bei dem IGM-Vertrauenskörperleiter Patrick Hesse melden können. Wir wollen eine gemeinsame Liste und damit wieder eine Personenwahl erreichen.“

Hiermit melde ich mich – stellvertretend für die Kandidaten der Alternative – bei dir, um (erneut) mitzuteilen, dass von unserer Seite aus Interesse an „einer gemeinsamen Liste“ und an „einer Personenwahl“ besteht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine solche gemeinsame Liste aufgestellt werden kann. Auch in anderen Daimler-Werken gab und gibt es mehrere Gruppierungen mit unterschiedlichen Meinungen über den richtigen Weg bei der Betriebsratsarbeit.

Wie wir bereits erklärt haben, können wir uns vorstellen, so vorzugehen wie in Kassel bei der BR-Wahl 2002. Dort wurden die Kandidaten der gemeinsamen Liste alphabetisch aufgeführt. Außerdem gab es eine Spalte „Namenszusatz bzw. Organisation“. Darüber hinaus konnten alle Gruppierungen „Sicherungslisten“ erstellen.

Im VL-Info vom 12. Dezember 2013 bezeichnest du „eine alphabetische Liste“ als eine „politisch nicht haltbare“ Forderung. Wie kommst du darauf? Warum war es deiner Meinung nach falsch, dass sich im Kasseler Daimler-Werk Vertreter der IG Metall, der „Alternativen Metaller“ und andere dafür entschieden haben?

Deine Kritik an einer alphabetischen Liste können wir nicht teilen. Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, wie man mit unterschiedlichen Gruppierungen und Minderheits- und Mehrheitsverhältnissen umgehen kann:

In Stuttgart-Untertürkheim einigten sich die BR-Mehrheit und die „Alternative“-Gruppe 2010 darauf, auf einer gemeinsamen IGM-Liste zu kandidieren. Dort wurden der Minderheit gemessen an ihrer damaligen BR-Stärke Plätze auf der offiziellen IGM-Liste reserviert (die Reihenfolge der Kandidaten beider Gruppierungen wurden von der jeweiligen Gruppierung gewählt).

Sollten wir in Berlin so wie in Stuttgart-Untertürkheim vorgehen und sollte keine weitere Liste aufgestellt werden, hätten die Kollegen in diesem Fall ebenfalls die Möglichkeit zur Personenwahl.

Lieber Kollege Patrick Hesse, das sind zwei konkrete – und in anderen Werken – erprobte Vorschläge, um eine gemeinsame Liste sowie Personenwahl möglich zu machen. An uns soll das nicht scheitern. Wir hoffen, dass die VL-Mehrheit ihre Blockadehaltung endlich aufgibt und wir in dieser Frage zu einer Verständigung kommen.

 
Mit solidarischen Grüßen,

 
Waldemar Derda